Pu'uhonua o Honaunau National Historical Park

Im früheren Hawaii war jedes Detail des Alltags durch das System des kapu (Tabu) geregelt. Ein Untertan durfte ein Mitglied der Königsfamilie weder anschauen noch in seinen Fussstapfen gehen. Frauen durften nicht für Männer kochen und auch nicht zusammen mit ihnen essen. Angeln, Jagen und Holzsammeln waren auf bestimmte Jahreszeiten begrenzt.
Wer diese Tabus verletzte, wurde gejagt und getötet. Denn nach dem Glaubenssystem der Hawaiianer erzürnte ein Tabubruch die Götter. Und Götter sorgten für Vulkanausbrüche, Tsunamis, Hungersnöte und Erdbeben.
Jedoch gab es ein „Schlupfloch“: Untertanen, die ein Tabu verletzt hatten, konnten ihren sicheren Tod abwenden, wenn sie das heilige Gelände eines pu’uhonua (Zufluchtsort) erreichten. Solch einen Zufluchtsort zu erreichen, war jedoch nicht einfach. Da um die Zufluchtsstätte herum Angehörige des Königshauses und deren Krieger lebten, mussten die Tabubrecher durch stürmische, offene See schwimmen und es dabei mit Strömungen und Haien aufnehmen. Wenn sie den Zufluchtsort tatsächlich erreicht hatten, führten die Priester Absolutionszeremonien durch, um die Götter zu besänftigen. Danach konnten die Taubbrecher nach Hause zurückkehren und ihr Leben von Neuem in Angriff nehmen.









So einen Zufluchtsort wollten wir heute besuchen. Richtig idyllisch war es. Die Wellen plätschernden ans Ufer und das Rascheln der Palmen im Wind………wären da nicht noch andere Personen gewesen.





Die Abgeschiedenheit haben wir dann doch noch gefunden und zwar am Ho’okena Beach.