The Race



Um es vorneweg zu nehmen, es war ein sehr hartes Rennen und vor allem mein längstes ever. Obwohl ich mein oberstes Ziel, die Finishline zu überqueren erreicht habe, würde ich lügen, wenn ich mit so einem Resultat zufrieden bin. Aber, es kann auch bei mir nicht nur immer aufwärts gehen 😉

Um 07.10 Uhr starteten wir Frauen als letzte Gruppe. Die ersten 1.8 KM musste ich mich immer wieder gegen Schläge wehren. Erst nach der Wendeboje beruhigte sich das Ganze ein wenig. Wie schon die letzten zweimal stand mein Rad relativ alleine da. Was mich aber nicht sonderlich stresste, da ich wusste, dass nun meine beiden Disziplinen kamen.

Auf dem Rad hatten wir vor allem kurz vor dem Wendepunkt in Hawi Gegenwind und dann ca. die letzten 40 KM. Die bösartigen Mumuku Winde blieben dieses Jahr aus. So gemütlich hatte ich es da oben noch nie. Anscheinend wurde mein Wunsch vom letzten Jahr „berücksichtigt“ 😉 Sogar meine Bidons erhielt ich, welche ich am Morgen abgegeben hatte. Schon auf dem Rad musste ich oftmals meine Aeroposition verlassen, da ich Magenkrämpfe hatte. Ich schenkte dem Ganzen nicht so Beachtung. Solange ich noch am überholen bin, ist das ok.


Als ich auf die Laufstrecke ging, teilte mir Beat mit, dass ich neunte bin. UPS……. mit dem hätte ich nicht gerechnet. Eher so Vierte. Auf der Laufstrecke wurde mir bewusst, dass ich ein ernsthaftes Problem habe. Ich konnte meine Gelration nicht mehr aufnehmen. Mein Magen rebellierte. Na den halt, greifen wir zu Plan B. Was ist den Plan B? Da ich so etwas noch nie hatte, gab es keinen Plan B. So lief ich die ersten 16 KM fast nur mit Wasser. Als ich dann bei Beat ankam, haben wir besprochen was zu tun ist. Für mich war klar, ich muss das Ding irgendwie fertig machen… Beat zu liebe, der so viel opfert, dass ich diesen Sport ausführen kann und auch mir zuliebe. Ich sage immer wieder, wenn ich keinen technischen Defekt habe oder wirklich gesundheitliche Probleme wird kein Rennen aufgegeben.
Ich wusste die letzten 26 KM würden sehr hart. Ich wusste auch, dass ich nicht marschieren will. Mit all diesen Gedanken verabschiedete ich mich von Beat und machte mich auf den Weg. In der Zwischenzeit versuchte ich es bei jeder Verpflegungsstation mit Cola. Am Anfang brachte ich es fast nicht herunter doch von irgendwoher musste ich ja meine Energie herbekommen. Und so hangelte ich mich von einer Aid Station zur anderen und es wurde nur bei den Verpflegungsstationen marschiert.


Ich glaube, ich war noch nie so stolz als ich ins Ziel lief und das vor allem noch bei Tageslicht.








Wie ich anfangs erwähnt habe, es kann nicht immer aufwärts gehen, auch bei mir nicht. Seit meinem Entscheid mit Triathlon zu beginnen, reite sich einen Erfolg nach dem anderen. Big Island hat mich eines besseren belehrt. Ich bin mir aber auch sicher, dass dieses Rennen mich sicherlich noch weit bringen wird :-)